Maja Prinzessin von Hohenzollern

 

Maja Prinzessin von Hohenzollern... ist Designerin und eine der international bekanntesten Tierschützerinnen. Sie setzt sich vor allem für den Schutz und die Rettung von Straßentieren ein.

Für ihr weltweites karitatives Engagement wurde sie mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen geehrt.(„Europäischer Tierschutzpreis", „World Shining Heroine Award", „Aachener Tierschutz-Medaille" etc.)

Wir haben Maja zum tierischen Interview gebeten:

Maja, wann hattest du dein erstes Haustier und was war es?

Mein erstes Haustier war ein weißes Meerschweinchen, dass ich im Alter von 5 Jahren bekam.

Mit wie vielen Haustieren lebst du aktuell zusammen und woher kommen diese?

Ich lebe mit über 50 Tieren zusammen, darunter 13 gerettete Straßenhunde, 5 gerettete Katzen, Goldfische (auch gerettet) und Kaninchen, sowie ein geretteter Esel. Ich lebe in Südspanien und hier gibt leider sehr viele ausgesetzte und misshandelte Tiere. Ich rette seit über 10 Jahren Tiere von der Straße, aus Tötungsstationen und aus Not-Situationen. Ich kann und will an diesem Tierleid nicht vorbeigehen. Von meinen adoptierten Tieren hat jedes ein trauriges Schicksal erlebt. Darunter sind junge aber auch sehr alte, kranke und misshandelte Tiere. Ich habe sie gesund gepflegt und liebe sie über alles. Es ist so schön zu sehen, wie glücklich sie jetzt sind, wie gut sie sich untereinander verstehen und wie dankbar sie sind. Ich koche jeden Tag für sie und gebe ihnen all meine Liebe, denn sie haben es absolut verdient.

Du setzt dich sehr aktiv für den Tierschutz ein. Du spendest nicht einfach nur Geld, sondern bist vor Ort in Tötungsstationen und packst an und nimmst aktiv an Veranstaltungen teil. Wie bist du dazu gekommen und seit wann und warum bist du aktiv im Tierschutz?

Als ich vor vielen Jahren nach Spanien zog  und die vielen Straßenhunde sah, von Tiertötungsstationen erfuhr und von Galgos, die man an Bäumer aufhängt, war ich zutiefst erschüttert.  Ich rettete so viele Tiere aus dem Müll, aus Tötungsstationen und  von der Straße wie ich nur konnte. Mein Haus glich oft mehr einem Tierasyl und einem Tier-Krankenhaus. Irgendwann wollte ich die Ursachen für diese Verbrechen an Tieren herausfinden und begann mich neben der aktiven Rettung, auch auf politsicher Ebenefür den Schutz und die Rechte von Tieren einzusetzen. Ich schrieb Petitionen, verhandelte mit Politikern,reiste in Krisengebiete, organisierte Kastrationsaktionen, Hilfsgüter und Spenden. Weil Straßenhunde sehr oft vor dem fadenscheinigen Argument, man„müsse Kinder schützen", getötet werden, habe ich zusammen mit „Schüler für Tiere e.V., gerade mit Kindern aus 11 Ländern Europas den längsten Protestbrief der Welt gegen Hundemord in Europa, mit 1,3 Km Länge, initiiert. Diesen haben wir im EU-Parlament in Brüssel übergeben  und klar gemacht, dass Kinder in Europa nicht wollen, dass man in ihrem Namenmissbräuchlich unschuldige Straßenhunde tötet. Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die Aufklärung und öffentlich auf die Verbrechen an Tieren aufmerksam zu machen. Viele Menschen wissen nicht, das man z.B. in Rumänien gerade ca. 2,5 Mio.Straßenhunde grausam ermordet. Wir müssen diese Gräueltaten gegen Tiere bekannt machen, denn Verbrechen passieren, weilwir wegsehen. Ich plädiere für humane Lösungen im Umgang mit Straßentieren, für  Kastrations- und Adoptions-Programme und verbesserte EU-Tierschutzgesetze. Auch die Einführung von Tierschutz-Unterricht an Schulen würde präventiv viel Tierleid verhindern.

Du hast eine Kollektion für Hunde, Katzen und Kleintiere in Zusammenarbeit mit TRIXIE auf den Markt gebracht. Wie kam es dazu?

Da ich selber so viele Hunde, Katze, Kaninchen, Hamster & Co habe, verfüge ich über eine langjährige und große Erfahrung, was Tiere mögen, was nicht, was sinnvoll für sie ist und welche Vorlieben sie haben. Da ich beruflich als Designerin tätig bin und gleichzeitig eine große Tierliebhaberin, habe ich Beruf und Berufung zu einer wunderbaren Tier-Accessoires –Kollektion für „tierische Prinzen & Prinzessinnen" by Maja Prinzessin von Hohenzollern/TRIXIE vereint. Der Name der Kollektion ist gleichzeitig ihre Botschaft. Jedes mal wenn ich ein Tier rettete, das so viel Leid ertragen musste, habe ich dem Tier geschworen, dass ich ihm nach seiner Rettung das beste Leben mit viel Liebe bieten werde, was ich kann. Die Tiere sollen leben wie eine „Prinzessin oder ein Prinz". Daher heißt die Kollektion so. Ich möchte, dass jeder seine Tier bestmöglich behandelt, im übertragenen Sinn, wie eine tierische „Prinzessin oder ein Prinz".  Es ist TRIXIE und mir eine Herzensangelegenheit, dass von jedem verkauften Produkt (in Deutschand+Österreich) ein Anteil in den Tierschutz gespendet wird.

Von jedem verkauften Artikel der Kollektion spendet TRIXIE einen Anteil (0,08 € - 5,46 €) an ein Tierschutzprojekt. Weisst du ungefähr, wieviel Euro da schon zusammen gekommen sind? Und an welche Organisationen gespendet wird?

Binnen eines Jahres konnten wir mit TRIXIE so über € 70 000 für Tiere in Not spenden. Wir unterstützen damit nationale und internationale Tierschutz-Projekte für Hunde und Katzen, von Rumänien, bis Ukraine und Deutschland. Auf unserer TRIXIE- Webseite kann man sich tagesaktuell über die Spendenstände und welche Projekte wir unterstützen, informieren.http://www.trixie.de/Prinzessin-von-Hohenzollern/charity.html  Die Kollektion für Hunde, Katzen und Nager ist im Fachhandel (Futterhaus, Fressnapf, Dehner etc) und in vielen Onlineshops (Z.B. http://www.tiierisch.de/produkte/maja-prinzessin-von-hohenzollern-hunde-kollektion/prinzessin , http://www.tiierisch.de/produkte/trixie-katze-maja-prinzessin-von-hohenzollern/prinz )erhältlich.

In Deutschland gibt es keine freilaufenden Hunde und Tötungsstationen, so dass viele Menschen in Deutschland das Tierleid nur aus dem TV kennen. Du lebst in Spanien, wo Tierschutz nicht so groß geschrieben wird und freilaufende Hunde und Tötungsstationen Alltag sind. Wie oft wirst du mit Tierleid konfrontiert?

Ich sehe hier in Spanien fast täglich halb verhungerte Straßenhunde oder  Tiere, die schlecht behandelt werden, angekettet sind etc. Ich setze mich aber auch international für den Tierschutz ein und reise daher  in viele andere Krisengebiete, wie z.B. die Ukraine oder Rumänien.

Für die Fussball –EM 2012 wurden in der Ukraine ca. 250 000 unschuldige Straßenhunde auf grausamste Art und Weiselebendig in fahrenden Krematorien verbrannt. Diesen Mord im Namen des Sports hat mich zu tiefst schockiert und ich reiste seit dem sehr oft in die Ukraine, um auf dieses Verbrechen aufmerksam zu machen,  gegen diese Tötung zu protestieren und um Tierheime zu unterstützen, für Humanität gegenüber Straßentieren sowie Adoption zu werben und den Bau von Tierkliniken für Kastrationsaktionen zu initiieren. Heute berichten viele Reporter aus Doneszk und der Ukraine, als ca. 250 000 Straßenhunde dort umgebracht wurden, hat das kaum einen interessiert.. Auch in Rumänien bin ich seit vielen Jahren gegen die Massentötung von Straßenhunden im Einsatz. Dort tötet man tausende Straßenhunde, sie werden erschossen, erschlagen, angezündet und mit Absicht überfahren. Hintergrund dafür ist eine perfides Geschäft mit dem Hundemord, das sich dort entwickelt hat. Mit dem brutalen Einfangen und Umbringen der Hunde verdienen Dog-Hunter, korrupte Politiker und Shelter-Betreiber Millionen Euros.Das alles passiert mit Wissen und Duldung der EU.

Was wünscht du dir für 2015?

Ich wünsche mir für 2015, dass Menschen Tiere wertschätzen und respektieren. Wer Tiere nicht liebt, der liebt Menschen auch nicht. In allen Ländern, in denen man mit Tieren schlecht umgeht, geht man mit Menschen auch schlecht um. Ich wünsche mir , dass kein Pelz mehr getragen wird. Ich bin schockiert darüber, wie viele junge Menschen, Männer wie Frauen, Kapuzen und Mützen mit Pelz tragen. Dabei handelt es sich sehr oft sogar um Hunde- oder Katzenfell, dass durch Tarnbezeichnungen (Bio-Wolf) gekennzeichnet, in den Handel gelangt. Jedem der Pelz trägt muss klar sein, dass die Tiere auf grausamste Art und Weise in Käfigen zusammen gepfercht  entsetzliches Leid ertragen müssen und dass man den Tieren LEBENDIG die Pfoten abhackt um sie lebend zu häuten. Ca. 100 Mio. Tiere werden so jährlich allein in Nord-China getötet, nur um irgendwo als Bommel an einer Mütze zu enden. Das ist für mich inakzeptabel und jeder hat heute die Möglichkeit sich darüber in Medien und im  Internet zu informieren. Wer Pelz trägt, der trägt den Tod und ich finde es schlimm, dass so viele Reporter im TV und auch Promispelzbesetze Kleidung tragen.   Außerdem wünsche ich mir, dass Menschen mehr darüber nachdenken WAS und vor allem WEN sie essen. Massentierhaltung ist ein Verbrechen an Tieren, die Tiere sehen fast nie die Sonne, werden ihren Müttern entrissen und als Babys schon getötet, sind mit Antibiotika und Hormonen vollgepumpt. Die Auswirkungen auf die Umwelt und Hungersnot in der Welt sind verheerend.  Würden die Menschen weniger Fleisch konsumieren, dann könnte man mit den gesparten Ressourcen an Wasser und Getreide (20 000 L. Wasser+ 16 Kg = Produktion 1 Kg Fleisch)  Milliarden von Menschen mehr ernähren und keiner müsste verhungern. Es ist einigermaßen verlogen 86 Kg Fleisch/Wurst /p.a. zu essen und zu Weihnachtendann 20 Euro an hungernde Kinder zu spenden. Man würde mehr  Leben retten, wenn die Menschen weniger Fleisch aus Massentierhaltung essen würden.  Ich esse keine Tiere, Tiere sind meine Freunde und Freunde isst man nicht.

Liebe Maja, wir danken dir für das Interview, schließen uns deinen Wünschen an und wünschen dir vorallem noch eine tierisch schöne Zeit mit deinen vielen Tieren und viel Erfolg bei deinem tierischen Engagement!